Vermessung für Bauherren in Mecklenburg-Vorpommern
Grundstück kaufen und bauen: Welche Vermessung Sie wann brauchen
Vor dem Kauf, zum Bauantrag, vor Baubeginn und nach dem Einzug: An vier Stellen kommt beim Hausbau die Vermessung ins Spiel. Hier sehen Sie, was wann ansteht, was davon Pflicht ist und was es kostet.
Unverbindlich · Kostenschätzung vorab
- Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure
- Alles aus einer Hand, vom Lageplan bis zur Einmessung
- In ganz Mecklenburg-Vorpommern
Das Wichtigste in Kürze
- Wann brauche ich einen Vermesser?
- Zur Planung und zum Bauantrag, vor Baubeginn für die Absteckung und nach der Fertigstellung für die Gebäudeeinmessung.
- Was ist Pflicht?
- Der Lageplan zum Bauantrag, die Erstabsteckung (Sache des Bauherrn) und die amtliche Gebäudeeinmessung nach Fertigstellung.
- Was kostet das?
- Amtliches nach der Vermessungskostenverordnung, Lageplan und Absteckung nach Angebot. Eine Kostenschätzung vorab ist möglich.
- Wo spare ich?
- Lageplan und Absteckung von uns: Die Gebäudeeinmessung wird dann 10 % günstiger.
Vor dem Kauf: acht Fragen zum Grundstück
Grundstück gefunden, Kaufvertrag und Bebauung stehen an. Diese Punkte sollten Sie vorher klären.
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1. Darf ich hier so bauen, wie ich will?
Aufschluss geben Bebauungsplan oder Innenbereichssatzung der Gemeinde, verbindlich eine Bauvoranfrage bei der unteren Bauaufsichtsbehörde. Die Bebauungspläne in MV finden Sie kostenlos in unserer Karte.
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2. Was steht im Grundbuch?
Private Belastungen wie Wegerechte oder Leitungsrechte: Fragen Sie Verkäufer oder Notar und sehen Sie den Grundbuchauszug ein.
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3. Gibt es Baulasten?
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, etwas zu dulden oder zu unterlassen, stehen im Baulastenverzeichnis und gelten auch für Sie als neuen Eigentümer. Einsicht gibt die untere Bauaufsichtsbehörde.
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4. Wo verlaufen die Grenzen?
Rechtssicher sind nur festgestellte Grenzpunkte. Ob sie festgestellt sind, zeigt eine Grenzniederschrift des Eigentümers; wir können es auch im Liegenschaftskataster nachsehen und die Grenzmarken vor Ort prüfen.
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5. Ist das vorhandene Gebäude eingemessen?
Gebäude, die seit dem 12. August 1992 errichtet oder im Grundriss verändert wurden, müssen eingemessen sein. Die Pflicht trifft den jeweiligen Eigentümer, nach dem Kauf also Sie.
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6. Sind die Grenzpunkte abgemarkt?
In neuen Baugebieten werden Grenzmarken oft erst nach der Erschließung oder dem Hausbau gesetzt. Diese Schlussabmarkung veranlasst häufig der Verkäufer, weil er auch die Parzellierung beantragt hat. Wer die Kosten trägt, sollte im Kaufvertrag stehen.
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7. Kaufen Sie nur einen Teil eines Flurstücks?
Dann muss die Teilfläche erst vermessen und als eigenes Flurstück gebildet werden. Mit der Fortführungsmitteilung kann der Notar die Umschreibung im Grundbuch veranlassen.
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8. Passt der Kaufpreis?
Bebaubarkeit, Belastungen, Grenzsituation, Erschließung und Vermessungskosten gehören in die Rechnung. Einen ersten Anhalt für den Bodenpreis gibt der Bodenrichtwert (siehe häufige Fragen unten).
Unser Leistungspaket für Bauherren
Für ein Einfamilienhaus sind in der Regel drei Vermessungen nötig, zu drei Zeitpunkten.
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Planen
Lage- und Höhenplan für Ihr Planungsbüro, Klärung der Grenzen, Lageplan als Bauvorlage für den Bauantrag. Mehr dazu
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Abstecken
Vor Baubeginn: Grobabsteckung, Höhenfestpunkte und die Feinabsteckung, dokumentiert im Absteckungsplan. Mehr dazu
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Einmessen
Nach Fertigstellung: amtliche Gebäudeeinmessung, auf Wunsch Grenzbescheinigung für die Bank. Mehr dazu
Schritt 1: Planen
Grundlage für Ihren Architekten und Ihren Bauantrag
Ihr Planungsbüro braucht einen Lage- und Höhenplan, um das Haus auf dem Grundstück einzuordnen: Flurstücksgrenzen, Gebäude und Gelände in Lage und Höhe, die Höhe der Straße, die Firsthöhen der Nachbarn und die Festsetzungen des Bebauungsplans, auf Wunsch auch die Leitungen.
Für den Bauantrag entsteht daraus der Lageplan als Bauvorlage mit geplantem Gebäude, Höhen, Stellplätzen und Abstandsflächen. Kommen Gebäude oder Abstandsflächen der Grenze näher als 0,5 m, muss ihn eine amtliche Vermessungsstelle erstellen. Ragen Abstandsflächen aufs Nachbargrundstück oder fehlt die Zufahrt, bereiten wir die Unterlagen für die Baulast vor.
Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Lageplan für den Bauantrag.
- Lage- und Höhenplan als Planungsgrundlage
- Beratung zur Grenzsituation: Sind die Grenzen festgestellt, reichen die Abstände?
- Lageplan als Bauvorlage nach § 7 BauVorlVO M-V
- Unterlagen zur Baulast, wenn eine gebraucht wird
Sie brauchen einen Lageplan für den Bauantrag?
Lageplan anfragen
Schritt 2: Abstecken
Damit das Haus dort steht, wo es genehmigt ist
Für die Erdarbeiten stecken wir die Hauptpunkte grob ab und markieren sie mit Holzpflöcken. Dabei richten wir Höhenfestpunkte ein und übergeben sie Ihrer Baufirma, damit das Haus auch in der Höhe der Genehmigung entspricht.
Die Erstabsteckung ist Ihre Aufgabe als Bauherr, nicht die der Baufirma. Häufig stecken wir darüber hinaus alle Achsen und Punkte ab, die die Baufirma braucht, auf wenige Millimeter genau: mit Nägeln auf Holzpflöcken oder auf dem Schnurgerüst, das die Baufirma oder wir aufstellen. Sind die Grenzpunkte festgestellt, kennzeichnen wir auf Wunsch auch die Grundstücksecken vorübergehend.
Jede Absteckung dokumentieren wir in einem Absteckungsplan, prüfen sie und übergeben den Plan Ihnen und Ihrer Baufirma.
- Grobabsteckung für die Erdarbeiten
- Höhenfestpunkte, übergeben an die Baufirma
- Feinabsteckung auf Pflöcken oder Schnurgerüst
- Absteckungsplan für Sie und die Baufirma
Ihr Baubeginn steht fest?
Absteckung anfragen
Schritt 3: Einmessen
Nach dem Einzug: das Haus in die Karte
Ist das Haus fertig, muss es in das Liegenschaftskataster. Die amtliche Gebäudeeinmessung ist Pflicht für Eigentümer und Erbbauberechtigte (§ 28 Abs. 2 GeoVermG M-V). Haben wir schon Lageplan und Absteckung gemacht, sinkt die Gebühr um 10 %.
Verlangt Ihre Bank einen Nachweis, dass das Haus innerhalb der Grenzen steht, stellen wir auf Grundlage der Einmessung eine Grenzbescheinigung aus. Auf Wunsch dokumentieren wir außerdem den fertigen Bestand samt Außenanlagen.
- Amtliche Gebäudeeinmessung, 10 % günstiger nach Lageplan und Absteckung von uns
- Grenzbescheinigung für die finanzierende Bank
- Bestandsdokumentation von Gebäude und Außenanlagen
Ihr Haus ist fertig?
Einmessung anfragen
Kosten
Was kostet die Vermessung beim Hausbau?
Es gibt zwei Arten von Kosten. Amtliche Leistungen wie Grenzfeststellung, Gebäudeeinmessung und Grenzbescheinigung richten sich nach der Vermessungskostenverordnung (VermKostVO M-V). An sie sind alle amtlichen Vermessungsstellen gebunden. Die Gebühr steht erst nach der Vermessung fest, eine Schätzung vorab ist aber möglich; wir geben die Annahmen dabei offen an.
Freiberufliche Leistungen wie Lage- und Höhenplan, Lageplan als Bauvorlage, Absteckung und Bestandsdokumentation sind Ingenieurvermessung im Sinne der HOAI (Anlage 1 Nr. 1.4). Dafür bekommen Sie vorab ein Angebot.
Gut zu wissen
- Kostenschätzung für das amtliche Teil vorab, mit nachvollziehbaren Annahmen
- Angebot für Lageplan und Absteckung vor Beginn
- 10 % weniger für die Gebäudeeinmessung, wenn Lageplan und Absteckung von uns kommen
- Vergleichen Sie Schätzungen anhand der Annahmen, nicht nur der Summe
Häufige Fragen
Bauausführung
Welche Vermessungsleistungen brauche ich beim Bauen?
Vor Baubeginn wird das Gebäude auf dem Grundstück abgesteckt und die Höhenlage festgelegt, damit Bagger und Baufirma wissen, wo und wie hoch gebaut wird. Während der Bauzeit prüfen Kontrollmessungen, ob Fundament und Sockel der Genehmigung entsprechen. Nach der Fertigstellung folgt die amtliche Gebäudeeinmessung für das Liegenschaftskataster.
Ist die Absteckung Pflicht?
Ja. Vor Baubeginn eines Gebäudes müssen die Grundrissfläche abgesteckt und die Höhenlage festgelegt sein (§ 72 Abs. 8 LBauO M-V). Bei Verträgen nach VOB schuldet die Bauherrschaft dem Bauunternehmen außerdem die Erstabsteckung mit den Hauptachsen und mindestens zwei Höhenfestpunkten (§ 3 Abs. 2 VOB/B).
Warum lohnt sich eine Kontrollmessung während des Baus?
Abweichungen fallen am Fundament oder am Sockel auf, solange sie sich noch mit geringem Aufwand beheben lassen. Besonders bei grenznaher Bebauung schützt die Kontrolle davor, dass Grenzabstände unterschritten werden oder ein Überbau auf das Nachbargrundstück entsteht. Das erspart Ihnen Streit mit dem Nachbarn und Ärger mit der Bauaufsicht.
Was ist nach der Fertigstellung zu tun?
Neu errichtete und im Grundriss veränderte Gebäude müssen im Liegenschaftskataster nachgewiesen werden, und zwar nach Baufertigstellung. Diese Gebäudeeinmessung muss der Eigentümer von sich aus veranlassen, auch ohne Aufforderung des Katasteramts (§ 28 Abs. 2 GeoVermG M-V). Die Pflicht gilt für alle Gebäude, die seit dem 12. August 1992 errichtet oder verändert wurden, und geht beim Verkauf auf den neuen Eigentümer über.
Reicht dafür nicht der Lageplan zum Bauantrag?
Nein, denn der Lageplan zeigt den geplanten Zustand vor dem Bau. Für das Liegenschaftskataster zählt allein das Gebäude, wie es tatsächlich errichtet wurde, einschließlich der Außenmaße mit Dämmung und Putz. Die amtliche Einmessung dürfen nur Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) oder die Katasterbehörden durchführen; Garagen, Carports und Nebengebäude gehören dazu.
Welche Leistungen bekomme ich von Ihnen beim Bauen?
Wir liefern Ihnen Grobabsteckung und millimetergenaue Feinabsteckung, Höhenbezugspunkte für die Baufirma, einen dokumentierten Absteckungsplan, die Grenzanzeige, Kontrollmessungen im Rohbau und die amtliche Gebäudeeinmessung mit Übernahme ins Kataster.
Kauf und Kosten
Wer bezahlt die Vermessung im Neubaugebiet?
Das sollten Sie vor dem Kauf klären. Typisch fallen die Flurstücksbildung und die Schlussabmarkung an, beim Kauf mit fertigem Haus auch die Gebäudeeinmessung. Die Pflicht zur Abmarkung und zur Einmessung geht auf den jeweiligen Eigentümer über.
Vereinbaren Sie deshalb schriftlich, am besten im Notarvertrag, wer welche Kosten trägt.
Wie erkenne ich, ob der Kaufpreis für das Grundstück angemessen ist?
Einen ersten Anhalt gibt der Bodenrichtwert nach § 196 BauGB, den die Gutachterausschüsse ermitteln. Sie können ihn kostenlos im Bodenrichtwertinformationssystem BORIS-D einsehen.
Rechnen Sie außerdem Bebaubarkeit, Belastungen, Grenzsituation, Erschließung und Vermessungskosten ein. Genauer wird es mit einem Verkehrswertgutachten; den Beleihungswert lässt meist die finanzierende Bank ermitteln.
Lohnt es sich, alles bei einer Vermessungsstelle zu beauftragen?
Ja. Haben wir den Lageplan zum Bauantrag erstellt und die Absteckung gemacht, sinkt die Gebühr für die Gebäudeeinmessung nach Fertigstellung um 10 % (Tarifstelle 13.1.3 VermKostVO M-V). Außerdem kennen wir Grundstück, Grenzen und Planung schon.
Auch für Investoren und größere Vorhaben
Was über das Einfamilienhaus hinaus oft gebraucht wird.
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Bebauungspläne in MV
Alle Bebauungspläne des Landes auf einer Karte, mit Stand und Festsetzungen.
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Grundstück vermessen und teilen
Grenzen feststellen, abmarken, Grundstücke teilen oder zusammenlegen.
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Beweissicherung
Zustand der Nachbargebäude vor Baubeginn dokumentieren, bevor Streit entsteht.
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Bestandsaufmaß und 3D
Bestandspläne und 3D-Modelle für Umbau, Umnutzung und Sanierung.
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Wohnfläche und Abgeschlossenheit
Wohn- und Mietflächen nach WoFlV, Pläne zur Abgeschlossenheitsbescheinigung.
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Auszüge und Bescheinigungen
Flurkarte, Grundbuchauszug und Grenzbescheinigung für Bank und Notar.
Sie planen ein Bauvorhaben?
Beschreiben Sie Grundstück und Vorhaben. Wir sagen Ihnen, welche Vermessungen anstehen und was sie ungefähr kosten.