Grenzvermessung durch Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure

Grundstück vermessen lassen: Grenzen klären, Grundstück teilen

Wo Ihre Grenze genau verläuft, klärt eine Grenzfeststellung. Soll eine Teilfläche verkauft, vererbt oder bebaut werden, bilden wir daraus ein eigenes Flurstück. Beides sind amtliche Vermessungen, das Ergebnis führt das Liegenschaftskataster.

Unverbindlich · Kostenschätzung kostenlos

  • Amtlich nach GeoVermG M-V
  • Gebühren nach VermKostVO M-V
  • In ganz Mecklenburg-Vorpommern
Amtliche Grenzmarke mit der Aufschrift Grenzpunkt im Boden

Das Wichtigste in Kürze

Wann brauche ich das?
Wenn der Grenzverlauf unklar oder strittig ist, Grenzmarken fehlen, Sie nah an der Grenze bauen oder eine Teilfläche verkaufen möchten.
Wer darf das?
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure. Sie handeln hoheitlich und sind dabei einer Behörde gleichgestellt.
Was kostet das?
Die Gebühren regelt die Vermessungskostenverordnung M-V, sie sind überall gleich. Die Kostenschätzung vorab ist kostenlos.
Was bekomme ich?
Amtlich festgestellte Grenzen, Grenzmarken vor Ort und bei einer Teilung neue Flurstücke für Kaufvertrag und Grundbuch.

Grenzfeststellung und Grenzwiederherstellung

Wo genau verläuft meine Grenze?

Vor einem Kauf, vor dem Bau eines Zauns oder Hauses und bei Streit mit dem Nachbarn zählt, wo die Grenze wirklich verläuft. Zaun und Hecke zeigen das nicht verlässlich.

Bei der Grenzfeststellung ermitteln wir die Grenzpunkte aus den Unterlagen des Liegenschaftskatasters, messen sie vor Ort und stellen sie unter Mitwirkung der beteiligten Eigentümer fest (§ 29 GeoVermG M-V). Wurde ein Punkt schon früher festgestellt und fehlt nur die Grenzmarke, stellen wir ihn wieder her: die Grenzwiederherstellung.

  • Pflicht für den Bauantrag, wenn ein Gebäude oder seine Abstandsfläche näher als 0,5 m an die Grenze heranreicht (§ 7 Abs. 2 BauVorlVO M-V)
  • Die Grenzpunkte kennzeichnen wir in der Regel mit Grenzmarken (Abmarkung)

Sie möchten Ihre Grenze feststellen oder wiederherstellen lassen?

Grenzfeststellung anfragen
  • Grenze nach Liegenschaftskataster
  • Zaun
  • Grenzmarke vorhanden
  • Grenzpunkt wiederhergestellt

Weitere Vermessungen am Grundstück

Was außerdem zu Grenze und Kataster gehört.

  • Eine amtliche Grenzmarke wird für die Beteiligten eines Grenztermins mit roter Farbe markiert

    Grenzmarken setzen: Abmarkung

    Festgestellte Grenzpunkte kennzeichnen wir dauerhaft mit Grenzmarken, damit jeder sieht, wo die Grenze verläuft. In Mecklenburg-Vorpommern ist das die Regel. Stören Bauarbeiten, folgen die Marken später mit der Schlussabmarkung, in Baugebieten meist nach der Erschließung.

    Abmarkung anfragen

  • Ausschnitt eines Fortführungsrisses: alte Flurstücksnummern sind gestrichen, die neue Nummer steht in Rot

    Flurstücke zusammenlegen: Verschmelzung

    Nebeneinander liegende Flurstücke desselben Grundstücks lassen sich zu einem verschmelzen. Spätere Vermessungen werden dadurch einfacher und günstiger. Vorprüfung und Anfrage beim Grundbuchamt übernehmen wir. Im Zuge einer Teilung kostet die Verschmelzung keine zusätzliche Gebühr.

    Verschmelzung anfragen

  • Rotes Wohnhaus mit Terrasse in Zingst, das amtlich eingemessen wurde

    Neues Gebäude einmessen lassen

    Wer seit dem 12. August 1992 ein Gebäude errichtet oder im Grundriss verändert hat, muss es einmessen lassen (§ 28 GeoVermG M-V). Was bei einer Aufforderung des Katasteramts zu tun ist, steht auf unserer Ratgeberseite.

    Gebäudeeinmessung anfragen

So läuft eine Grenzvermessung ab

Vom ersten Klick bis zum Eintrag im Liegenschaftskataster.

  1. Anfragen

    Beschreiben Sie Ihr Anliegen und wählen Sie das Flurstück in der Karte der eAnfrage. Wir sagen Ihnen, welche Vermessung nötig ist, und schätzen die Kosten.

  2. Vorbereiten

    Nach Ihrem Antrag holen wir die Unterlagen des Liegenschaftskatasters ein und werten sie aus: Wo liegen die Grenzpunkte, welche Nachbarn sind beteiligt?

  3. Messen und Grenztermin

    Wir messen vor Ort und setzen die Grenzmarken. In einem Grenztermin zeigen wir den Beteiligten den Verlauf der Grenze.

  4. Ergebnis im Kataster

    Wir reichen die Vermessung beim Kataster- und Vermessungsamt ein. Das Ergebnis wird in das Liegenschaftskataster übernommen und ist damit amtlich.

eAnfrage stellen

Kosten

Was kostet es, ein Grundstück vermessen zu lassen?

Grenzfeststellung, Teilung und Abmarkung sind amtliche Vermessungen. Die Gebühren dafür legt die Kostenverordnung für Amtshandlungen im amtlichen Vermessungswesen fest (VermKostVO M-V). Sie sind bei allen Vermessungsstellen im Land gleich, auch bei uns.

Wie hoch sie für Ihr Grundstück ausfallen, sagen wir Ihnen vorab. Die Kostenschätzung ist kostenlos und unverbindlich, dafür reicht eine eAnfrage mit dem Flurstück aus der Karte.

Gut zu wissen

  • Kostenschätzung vorab kostenlos und unverbindlich
  • Gleiche Gebühren bei allen Vermessungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern
  • Verschmelzung im Zuge einer Teilung ohne zusätzliche Gebühr
  • Antrag lieber auf Papier? Vermessungsantrag als PDF

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Grundstück und Flurstück?

Das Flurstück ist die Einheit des Liegenschaftskatasters: ein vermessener, abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, bezeichnet nach Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer (zum Beispiel Flur 2, Flurstück 45/3). Das Grundstück ist die Einheit des Grundbuchs: das, was im Bestandsverzeichnis eines Grundbuchblatts unter einer eigenen laufenden Nummer steht. Es besteht aus einem oder mehreren ganzen Flurstücken.

Vermessen, geteilt und zusammengelegt werden also Flurstücke, verkauft, belastet und vererbt werden Grundstücke. Was im Alltag „mein Grundstück“ heißt, etwa Haus und Garten, können deshalb zwei oder drei Flurstücke sein.

Wichtig wird der Unterschied, wenn Sie eine Teilfläche verkaufen oder dem Nachbarn übertragen möchten. Sie muss zuerst durch eine Teilungsvermessung ein eigenes Flurstück werden; erst dann kann das Grundbuch sie als eigenes Grundstück führen oder dem Nachbargrundstück zuschreiben. Umgekehrt lassen sich mehrere Flurstücke eines Grundstücks durch eine Verschmelzung zu einem zusammenfassen.

Was ist der Unterschied zwischen Grenzfeststellung und Grenzwiederherstellung?

Bei der Grenzfeststellung wird ein Grenzpunkt zum ersten Mal amtlich festgelegt: Wir ermitteln seine Lage, messen ihn und stellen ihn unter Mitwirkung der beteiligten Eigentümer fest (§ 29 GeoVermG M-V).

Die Grenzwiederherstellung betrifft Grenzpunkte, die schon festgestellt sind. Ist die Grenzmarke nicht mehr auffindbar, zerstört oder soll sie überprüft werden, bringen wir den Punkt mit den Angaben des Liegenschaftskatasters wieder in die Örtlichkeit und bestätigen ihn damit amtlich (§ 29 Abs. 5 GeoVermG M-V).

Wann gilt ein Grenzpunkt als festgestellt?

Ein Grenzpunkt ist festgestellt, wenn seine Lage im geodätischen Raumbezug eindeutig erfasst ist und die Entscheidung über seine Lage unter Mitwirkung der Beteiligten bestandskräftig geworden ist (§ 29 Abs. 1 GeoVermG M-V). Das betrifft in der Regel alle Grenzpunkte, die schon Gegenstand eines Grenztermins waren.

Was ist eine Abmarkung?

Abmarkung heißt, einen Grenzpunkt dauerhaft und sichtbar mit einer Grenzmarke zu kennzeichnen; gemeint ist auch das zugehörige Verwaltungsverfahren (§ 30 GeoVermG M-V). In Mecklenburg-Vorpommern sind die Grenzpunkte von Grundstücksgrenzen grundsätzlich abzumarken.

Außer der Schlussabmarkung ist die Abmarkung keine eigene Vermessung. Sie gehört zu einer Grenzfeststellung, einer Grenzwiederherstellung oder einer Zerlegung.

Muss jeder Grenzpunkt eine Grenzmarke bekommen?

Nein. Von der Abmarkung kann abgesehen werden, wenn

  • der Grenzpunkt durch eine dauerhafte Grenzeinrichtung ausreichend erkennbar ist, etwa eine Mauerecke oder einen Zaunpfosten,
  • Grenzmarken die Bewirtschaftung unzumutbar behindern würden, etwa auf Acker oder Wiese,
  • die Eigentümer oder Erbbauberechtigten einvernehmlich beantragen, auf die Abmarkung zu verzichten,
  • der Grenzpunkt zu einem Grundstück gehört, das dem Gemeingebrauch dient,
  • der Grenzpunkt in der Uferlinie oder in einem Gewässer liegt oder
  • die Abmarkung unverhältnismäßig aufwendig wäre.

Behindern Bauarbeiten die Abmarkung, kann sie zurückgestellt werden. Die Eigentümer müssen sie dann nach Wegfall der Hinderung auf eigene Kosten nachholen lassen: die Schlussabmarkung, in Baugebieten meist nach der Erschließung oder der Fertigstellung der Außenanlagen.

Wer muss bei der Abmarkung dabei sein?

Der Grenztermin wird grundsätzlich allen beteiligten Grenznachbarn mitgeteilt. Eine persönliche Anwesenheit aller Beteiligten ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Der Grenztermin und die Abmarkung können trotzdem durchgeführt werden. Das übernehmen wir als Öffentlich bestellte Vermessungsstelle.

Was passiert, wenn ein Grenzstein fehlt?

Erst einmal passiert nichts. Grenzmarken kennzeichnen die Grundstücksgrenzen im Gelände. Der Verlauf der Grenze und die Eigentumsverhältnisse richten sich nach den offiziellen Katasterunterlagen.

Ohne sichtbare Kennzeichnung der Grenze kann es jedoch schnell zu Unstimmigkeiten mit den Nachbarn kommen, zum Beispiel beim Zaun- oder Garagenbau. Die physische Markierung des Grenzpunktes muss deshalb wiederhergestellt werden.

Wichtig: Grenzmarken dürfen weder eigenmächtig entfernt noch neu gesetzt werden. Vorsätzliches oder fahrlässiges Entfernen von Grenzmarken kann mit hohen Geldbußen geahndet werden (§ 26 Abs. 4 GeoVermG M-V).

Was passiert, wenn eine Grenzmarke durch Bauarbeiten verloren gegangen ist?

Der rechtliche Verlauf der Grundstücksgrenze bleibt davon unberührt. Die physische Markierung des Grenzpunktes muss jedoch wiederhergestellt werden. Schnelles Handeln erspart großen Ärger.

Eine Grenzmarke darf auf keinen Fall eigenständig neu gesetzt werden, auch nicht, wenn man die alte Position ungefähr kennt (§ 26 Abs. 4 GeoVermG M-V). Wiederherstellen dürfen den Grenzpunkt nur ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder das zuständige Katasteramt.

Was ist der Unterschied zwischen Zerlegung und Sonderung?

Beide bilden aus einem Flurstück neue Flurstücke. Bei der Zerlegung ermitteln wir alle vorhandenen und neuen Grenzen vor Ort, stellen sie fest oder wieder her und markieren sie ab, wenn das nötig ist.

Die Sonderung kommt ohne örtliche Vermessung aus. Die neuen Grenzpunkte werden dabei weder gezeigt noch gekennzeichnet, deshalb ist sie nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Die Grenzmarken folgen in der Regel später mit der Schlussabmarkung.

Können zwei Flurstücke zu einem zusammengelegt werden?

Ja, durch eine Verschmelzung. Die Flurstücke müssen örtlich zusammenliegen, wirtschaftlich eine Einheit bilden und auf demselben Grundbuchblatt unter derselben laufenden Nummer gebucht sein. Außerdem darf das Grundbuchamt keine Bedenken haben, und es dürfen keine anderen Gründe wie unterschiedliche Belastungen dagegen sprechen. Die Vorprüfung und die Anfrage beim Grundbuchamt übernehmen wir.

Stehen die Flurstücke unter verschiedenen laufenden Nummern, können sie zuerst nach § 890 Abs. 1 BGB zu einem Grundstück vereinigt werden. Den Antrag bereiten wir als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure vor und beglaubigen ihn (§ 27 GeoVermG M-V). Beim Bauantrag kann das Kosten sparen, weil zum Beispiel eine gebührenpflichtige Vereinigungsbaulast entfällt.

Passende Leistungen

Grundstück vermessen lassen? Wir sagen Ihnen, was nötig ist.

Wählen Sie Ihr Flurstück in der Karte und beschreiben Sie kurz Ihr Anliegen. Die Kostenschätzung ist kostenlos.

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